Begleitgremium gegründet: „Aufsichtsrat“ für das Netzwerkbüro ins Leben gerufen

26.01.2026

Cottbus. Das Begleitgremium für das „Netzwerkbüro für Nachhaltigkeit im Sport in der Lausitz“ hat sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Partner gegründet. Bei konstruktiven Gesprächen wurden die nächsten Schritte besprochen und eine kurze Rückschau gehalten. „Ich denke, das Netzwerkbüro hat einen ersten Meilenstein erreicht. In den nächsten Wochen und Monaten wird es jetzt darum gehen, unsere Beratungen auszubauen und mit noch mehr Vereinen ins Gespräch zu kommen und bei den in Vorbereitung befindlichen Netzwerktreffen konkrete Impulse zu setzen“, sagt Netzwerkleiter Jona Peters.

Jona Peters, Gastgeber bei der Bildung des Begleitgremiums.

Oliver Bathe von der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL), Julia Meißner (Referentin im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport MBJS des Landes Brandenburg), Christian Braune (Referatsleiter Sportentwicklung beim Landessportbund Brandenburg), Norman Grätz (Geschäftsführer Kreissportbund KSB Dahme-Spreewald), Petra Köckritz (GF KSB Elbe-Elster), Holger Mudrick (GF KSB Oberspreewald-Lausitz), Simone Golly (Sportjugend Oberspreewald-Lausitz) und Göran Winter (GF KSB Spree-Neiße) sowie die Geschäftsführung des Stadtsportbundes Cottbus als Projektträger mit Geschäftsführer Sebastian Grothe und Stellvertreter Rocco Pietsch diskutierten intensiv und zielgerichtet die kommenden Aufgaben. Das Begleitgremium wird als eine Art „Aufsichtsrat“ die Arbeit des Netzwerkbüros bis zum vorläufig geplanten Projektende 2028 begleiten und überwachen.

In einem kurzen Abriss zur Entstehung – die ersten Überlegungen und Konzeptionen reichen bis ins Jahr 2022 zurück – skizzierte Grothe die Entwicklung des Netzwerkbüros, das seit Herbst 2025 personell komplett ist und sich seitdem im Arbeitsmodus befindet. Als zentrale Anlaufstelle für rund 900 Vereine in Süd-Brandenburg soll das Netzwerkbüro den Weg in eine ökologische, ökonomische und sozial nachhaltigere Zukunft ebnen und so seinen Anteil am Strukturwandel in der Transformationsregion leisten. In den ersten Wochen wurden bereits zahlreiche Vor-Ort-Beratungen durchgeführt und wichtige Sport-Themen in der Transformationsregion identifiziert. Mit dem Internationalen Springer-Meeting (am 28. Januar in der Lausitz-Arena) wird bereits eine Sport-Großveranstaltung in der Umsetzung eines Nachhaltigkeits-Konzeptes intensiv unterstützt.

Das Begleitgremium beim Rundgang durch das Para-Center Cottbus.
Das Begleitgremium beim Rundgang durch das Para-Center Cottbus.

Oliver Bathe als Vertreter der WRL, die für die Finanzierung des Projekts aus Mitteln der STARK-Förderung  („Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“) verantwortlich ist, lobte ausdrücklich die schnelle Bildung des Begleitgremiums und die ersten Arbeitsschritte. Bei der Akquise von Fördermitteln komme dem Netzwerkbüro eine wichtige Lotsenfunktion zu, aber eine direkte Förderberatung oder sogar rechtliche Beratung sei nicht im Projekt vorgesehen, so Bathe. Hier sollten Vereine weiterhin vorhandene Angebote von Fördermittelberatern von Land und Bund nutzen. Christian Braune vom LSB machte darauf aufmerksam, dass in Brandenburg nur selten bis gar nicht Förderquellen wie Stiftungen genutzt werden.

Alle Vertreter der Kreis- und Stadtsportbünde waren sich darin einig, auch den Schulterschluss mit den Kommunen zu suchen und hier auf die Landkreise und die Stadt Cottbus zuzugehen und mit dem Projekt um mehr Nachhaltigkeit zu werben. In Cottbus hat bereits ein erstes Gespräch mit dem Klimaschutzmanager stattgefunden. Bei den in diesem Jahr durchzuführenden Mitgliederversammlungen wird das Netzwerkbüro auf Wunsch der KSB vor Ort sein, um über seine Angebote mit den Vereinen ins Gespräch zu kommen und so Vorhalte oder Ängste abzubauen.  Holger Mudrick vom KSB Spree-Neiße wünschte sich regelmäßige Informationen und eine möglichst verständliche Sprache, um bei älteren Vereinsvorständen keine unnötigen Sprachbarrieren aufzubauen.

Stadtsportbund-Geschäftsführer Sebastian Grothe beim virtuellen Rundgang durch die im Bau befindliche Trampolin-Halle.
Stadtsportbund-Geschäftsführer Sebastian Grothe beim virtuellen Rundgang durch die im Bau befindliche Trampolin-Halle.

Nach dem formellen Teil nutzten fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, um sich bei einem Rundgang durch das Sportzentrum Cottbus über die vollzogenen und geplanten Veränderungen zu informieren. Detlef Uibel (Bundesstützpunktleiter Radsport), Felix Schoch (Bundesstützpunktleiter Gerätturnen) und Ralf Paulo (Leiter Bundesstützpunkte Para Sport Brandenburg) sowie Felix Dubrau (Infrastrukturmanager Olympiastützpunkt) stellten sich den Fragen. Im Mittelpunkt des Rundgangs: der Bau einer neuen Spezial-Sporthalle für das olympische Trampolinturnen, die bis Ende des Jahres für 12 Millionen Euro entstehen wird. Abschließend war mit einer 3D-Brille schon ein virtueller Rundgang durch das Bauwerk möglich.

Jona Peters als Netzwerkleiter machte in seiner Präsentation auch auf die kommenden Veranstaltungen in diesem Jahr aufmerksam. Das erste Netzwerktreffen findet am Donnerstag, 12. März, in der Aula der Lausitzer Sportschule Cottbus statt (Beginn: 16 Uhr). „Wir planen in diesem Jahr, wahrscheinlich im dritten Quartal, noch ein weiteres Netzwerktreffen – dann in der Fläche, also bei den Vereinen vor Ort“, sagt Peters. Neben dem Netzwerken und Kennenlernen von Best-Practise-Beispielen stehen bei diesen Veranstaltungen Impulsvorträge mit Praxisbezug und der Wissenstransfer im Mittelpunkt. „Daneben sind vier kleinere Informationsveranstaltungen geplant. Ein Herzstück für mich bleiben aber die Gespräche vor Ort bei den Vereinen“, so Jona Peters.

Detlef Uibel, Bundesstützpunktleiter Radsport, begrüßte die Gäste im Lausitz Velodrom.
Detlef Uibel, Bundesstützpunktleiter Radsport, begrüßte die Gäste im Lausitz Velodrom.

Text/Fotos: Thomas Juschus