Inklusion – ganz selbstverständlich

17.12.2014

„Wir wollen Inklusion- gemeinsam & aktiv – erleben und fühlen dürfen“ ist der lange und aussagekräftige Name eines Projekts, das beim KSC ASAHI Spremberg durchgeführt wird.

Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam aktiv

Der lange Name bedeutet vor allem eines – hier kommen Kinder mit und ohne Behinderung ganz natürlich zusammen. Sie treiben gemeinsam Sport, lernen sich kennen und schließen Freundschaften. Um Erfolg und Nachhaltigkeit dieser Begegnung nicht dem Zufall zu überlassen, haben sich die Schiebell-Grundschule Drebkau, die Lebenshilfe Spremberg und der KSC Asahi unter Anleitung von Sozialarbeiterin Madlen Lewandowski gut darauf vorbereitet. Das heißt, die Schülersprecher der 3. bis 6.Klasse der Drebkauer Grundschule haben zum Thema einen Film gesehen, diskutiert und Plakate gestaltet. Sie werden damit zu Multiplikatoren in ihrer Schule, zu Kindern, die Kompetenzen in der Inklusion aufbauen.

Mit eine Gruppe von 20 Kindern wurde das Pilotprojekt am 18. Dezember in den Trainingsräumen des KSC ASAHI gestartet. Hier hat man bereits Erfahrung, denn ASAHI arbeitet mit dem Kreissportbund Spree Neiße e.V. bereits auf dem Gebiet „Integration durch Sport“ zusammen. Zwölf Kinder aus Drebkau und acht Kinder aus dem KIDZZ-Klub der Lebenshilfe Spremberg e.V. lernten sich an diesem Tag kennen. Gemeinsam trieben sie Sport auf der Matte oder probierten sich an der Kletterwand. Hier wurden sie angeleitet und unterstützt von Trainer Mario Blauth. An der Kletterwand heißt es, sich gegenseitig zu sichern. Das schafft gegenseitiges Vertrauen. Berührungsängste kennen die Kinder nicht. „Schon die ersten Tage in der Schule waren richtig schön“, erzählt Projektleiterin Madlen Lewandowski. „Die Schüler hatten keinerlei Probleme und haben sich selbst Regeln für die gemeinsamen Stunden aufgestellt.“

Begleitet wird das Projekt zusätzlich von der Ergotherapie „Ergolife“ und der Erzieherin in Ausbildung Nadine Eschenhorn. 4000 Euro hat die „Aktion Mensch“ für die Finanzierung dazu gegeben. Neben Sport wird es auch kreative Angebote in der Drebkauer Schule und bei der Lebenshilfe geben. Bis zum 5. August soll das Inklusionsprojekt mit Leben erfüllt werden. Zum Abschluss ist ein gemeinsamer Ausflug geplant. Außerdem wird ein großes Inklusionsforum in Drebkau stattfinden, um die Erfahrungen weiter zu geben.

Quelle: Carola Krickel, Wochenkurier